Darknet

WORKSHOP IN EINFACHER SPRACHE

Willkommen im Darknet. Das Darknet ist die dunkle Seite des Internets!

Sie planen einen 60-minütigen Workshop zum Thema „Darknet“ in Einfacher Sprache. Wenn Sie weiterscrollen, finden Sie dazu passende Anregungen.

Konkrete Ideen und Aufgabenbeispiele für Ihre Workshopteilnehmer erhalten Sie hier.
Moderationsleitfäden in Einfacher Sprache: Warum ist das wichtig?

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Das Internet ist ein wichtiger Teil unseres alltäglichen Lebens. Wir nutzen Google, Facebook oder WhatsApp ganz selbstverständlich und hinterlassen dabei unsere Spuren. Viele unserer Daten können leicht zurückverfolgt oder gar abgefangen werden. Nur wenige Menschen wissen, dass es auch alternative Formen neben dem für alle sichtbaren Internet gibt. Man spricht hier vom sogenannten Darknet.
Im Darknet werden Informationen und Daten verschlüsselt, sodass diese nur schwer
nachzuverfolgen sind.
Zugang zu diesem anonymen Darknet erhält man über den sogenannten Torr Browser.

Durch die Verschlüsselung der Daten bauen sich die Seiten nur sehr langsam auf.

Auch können Seiten nicht einfach mithilfe herkömmlicher Suchmaschinen wie Google oder
Yahoo gefunden werden.
Man benötigt hierzu spezielle Darknet-Suchmaschinen wie DuckDuckGo oder Torch.

Zur Wahrung der Anonymität verwenden Webseiten zudem eine Kombination aus Zahlen und
Buchstaben. Wenn man im Darknet etwas kaufen möchte, benötigt man hier die Währung Bitcoin. Bitcoins sind eine ausschließlich digitale Währung und unterliegen extremen Wertschwankungen. So zahlte ein IT-Entwickler 2010 für eine Pizza 10 000 Bitcoins.
Zwischenzeitlich entsprach dies einem Wert von 2,2 Millionen Euro.

Menschen bewegen sich zu unterschiedlichen Zwecken im Darknet, so tummeln sich dort
einerseits zahlreiche Kriminelle. Sie handeln mit Drogen, Waffen, gefälschten Dokumenten und vielem mehr und hoffen, durch die Verschlüsselungstechniken der Informationen einer strafrechtlichen Verfolgung zu entgehen. Andererseits bewegen sich hier auch Menschen, die Gefahr laufen, aufgrund ihrer Meinung und Äußerungen politisch verfolgt zu werden. Auf den dunklen Seiten des Webs können sie anonym kommunizieren und sich austauschen.

WIE FUNKTIONIERT DAS DARKNET? (1/2)

Das Darknet funktioniert anders als das Clearnet.
Vor allem bei der Technik gibt es wichtige Unterschiede.

WIE FUNKTIONIERT DAS DARKNET? (2/2)

Im Clearnet werden die Besucher einer Internet-Seite
automatisch mit einem zentralen Anbieter verbunden.
Im Darknet gibt es keine zentralen Anbieter.
Hier verbinden die Nutzer ihre privaten Computer miteinander.
So entsteht ein anonymes Netz-Werk, das Darknet.

VERBRECHER (1/3)

Viele Darknet-Nutzer haben Angst vor Überwachung.
Das gilt auch für Personen,
die im Internet kriminelle Geschäfte machen.
Sie nutzen die Anonymität im Darknet,
um sich vor rechtlichen Folgen zu schützen.

VERBRECHER (2/3)

In den vergangenen Jahren ist das Darknet
zu einem großen Markt-Platz für verbotene Waren geworden.
Dazu gehören zum Beispiel Drogen,
Waffen, Daten und gefälschte Ausweispapiere.
Aktuelle Untersuchungen zeigen:
Das Darknet wird am meisten für den Drogen-Handel missbraucht.

VERBRECHER (3/3)

Aber auch das Darknet hat Sicherheits-Lücken.
Dadurch findet die Polizei manchmal die Personen,
die im Darknet verbotene Geschäfte machen.
Sie bekommen dann eine gerichtliche Strafe.

WER NUTZT DAS DARKNET?

Jeden Tag nutzen viele Menschen das Darknet.
Sie alle wollen sich frei im Internet bewegen.
Sie wollen sich anonym mitteilen
und sicher Informationen austauschen.
Die Darknet-Nutzung ist erstmal nicht strafbar,
solange man dabei nicht gegen Gesetze verstößt.
Zu den Darknet-Nutzern gehören vor allem:

JOURNALISTEN (1/2)

Einige Journalisten suchen Informationen im Darknet.
Und sie tauschen Informationen mit anderen Nutzern aus.
Diese Informationen sind oft streng geheim
und haben eine große Bedeutung für die Politik und Gesellschaft.

JOURNALISTEN (2/2)

Die britische Tages-Zeitung The Guardian hat zum Beispiel
extra ein elektronisches Post-Fach im Darknet eingerichtet.

WHISTLEBLOWER (1/2)

[gesprochen: Wissel-Bloher]

Whistleblower ist englisch
und bedeutet: Hinweis-Geber oder Enthüller.
Damit sind Personen gemeint,
die geheime Informationen veröffentlichen.
Dabei geht es oft um Skandale in Unternehmen
oder strafbare Handlungen von Regierungen.

WHISTLEBLOWER (2/2)

Oft arbeiten Whistleblower selbst in diesen Unternehmen.
Oder sie sind Mitglied in den betroffenen Regierungen.
Aus Schutz nutzen sie immer öfter das Darknet.
Dort können sie die Informationen anonym veröffentlichen.

POLITISCH VERFOLGTE

In manchen Ländern werden Menschen politisch verfolgt,
weil sie die Politik der Regierung öffentlich kritisieren.
Dann werden sie zum Beispiel verhaftet oder bedroht.
Politisch Verfolgte nutzen das Darknet,
weil sie dort anonym ihre Meinung sagen können.

MENSCHEN IN LÄNDERN MIT BEGRENZTEM INTERNET

In manchen Ländern sind bestimmte Internet-Seiten verboten.
Deshalb nutzen viele Menschen dort das Darknet.
Nur im Darknet können sie alle Internet-Seiten besuchen.

MENSCHENRECHTLER (1/2)

Menschen-Rechtler setzen sich für die Menschen-Rechte ein.
Sie kritisieren Menschen-Rechts-Verletzungen auf der ganzen Welt.

MENSCHENRECHTLER (1/2)

Dafür werden die Menschen-Rechtler oft bestraft,
also zum Beispiel gefoltert, entführt oder sogar ermordet.
Im Darknet können die Menschen-Rechtler anonym
über Menschen-Rechts-Verletzungen berichten.

GUT ODER BÖSE?

Tobias Plate arbeitete für die Regierung. Er kennt sich vor allem mit Verbrechen aus.

Er sagt:
„Das Darknet ist nicht gut. Und das Darknet ist auch nicht böse.“

ENDSTATION DARKNET

Hier endet Ihre Reise durch das Darknet.