DIGITALE ZIVILCOURAGE

Zivilcourage im Netz ist genauso wichtig wie in der analogen Welt!

Hier erfahren wir:

– um was es geht,
– warum die Gesellschaft und das Netz Widerstand gegen Hass brauchen,
– was jeder von uns tun kann!

Den Moderationsleitfaden für diese 90-minütige Version erhalten Sie hier.

Hier finden Sie die weiteren Workshops zum Thema: 45 min, 25 min und Einfache Sprache.

WAS WÄRE EIN NETZ OHNE HASS?

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WAS WÄRE EIN NETZ OHNE WIDERSTAND?

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DEMOKRATISCHE WERTE VERTEIDIGEN

Eine Freundin unterstützen,
die online wegen des Kopftuchs gemobbt wird.
Ein Bild auf Facebook als Fake entlarven.
Eine App programmieren, mit der man Hass melden kann.

Das alles sind Beispiele für Zivilcourage im Netz.
Was haben sie alle gemeinsam?

Sie gehen über reine Hilfe hinaus!
Es werden mutig demokratische Grundwerte verteidigt.
Digital genauso wie in der analogen Welt.

Aber es gibt Unterschiede:
Reichweite und Geschwindigkeit, Anonymität,
Gesetzgebung, Fülle an Informationen im Netz.

HASS IM NETZ NIMMT ZU!

Hassrede ist ein gesellschaftliches Problem.
Mehr als 75% von uns haben Erfahrung mit Hass im Netz.
Bei 14- bis 24-Jährigen sind es sogar fast alle.

1/3 der Bevölkerung meint,
dass es mehr Hass- als Sachkommentare gibt.

Populismus und die Betonung der Unterschiede zwischen Gruppen heizen die Diskussionen an.

Beim „Silencing“ wird massiver Hass als Strategie eingesetzt,
damit Andersdenkende schweigen.

IST DAS ERLAUBT?

DAS NETZ IST KEIN RECHTSFREIER RAUM

Wer auf der Straße eine Person beleidigt, riskiert eine Anzeige.
Aber was gilt für die sozialen Medien?

Grundsätzlich: Was im analogen Leben verboten ist,
ist es im Netz auch. Straftaten wie üble Nachrede und Volksverhetzung sind auch online gesetzeswidrig.

Social-Media-Anbieter sind gesetzlich verpflichtet, strafbare Inhalte zu löschen. Jeder kann außerdem Strafanzeige stellen.
Wichtig: Beweise sichern und sich an Anlaufstellen wie hassmelden.de oder die Polizei wenden.

ES GIBT VIELE GRÜNDE, NICHT AKTIV ZU WERDEN…

Warum soll ich mich in die Schusslinie begeben?
Vielleicht biete ich zu viel Angriffsfläche…

Mögliche Folgen für Menschen, die sich im Netz wehren:

Shitstorm: Ärger auf sich ziehen und selbst zum Ziel von Angriffen im Netz werden.
Blaming: Selbst zum Täter erkoren und attackiert werden.
Silencing: Massiven Hass erfahren mit dem Ziel, aus den sozialen Medien verdrängt zu werden.
Doxing: Adresse und Kontaktdaten werden veröffentlicht und man wird zur Zielscheibe in der analogen Welt.

Vielleicht ist es doch besser, sich rauszuhalten?

…UND UMSO MEHR, ES TROTZDEM ZU TUN!

Kein Widerspruch bedeutet Bestätigung!
Wichtig ist, dass Hass nicht zur Normalität wird.

Lassen sich Hater dadurch überzeugen? Meist nicht.
Es gibt viele unentschlossene Mitleser. Für sie und die Opfer von Hass, lohnt es sich, aktiv zu werden.
Fehlende Solidarität ist so schlimm wie der Hass selbst.

Die eigene Schockstarre überwinden und aktiv werden:
Das ist ein tolles Gefühl! Wer mitgestaltet, fühlt sich zugehörig und weniger hilflos.

Immer daran denken: Hass hat noch nie Hass bezwungen oder gesellschaftliche Probleme gelöst…

JEDER KANN AKTIV WERDEN!

  • Angegriffene unterstützen – Solidarität zeigen!
  • Hilfe suchen und annehmen!
  • Unterstützer stärken!
  • Nicht provozieren lassen!
  • Hass nicht mit Hass beantworten!

  • Grenzen setzen und sich selbst erholen!
  • Vorbereitet sein - Gegenrede üben!
  • Faktenchecks nutzen - Quellen veröffentlichen!
  • Oft: Für schweigende Mitleser antworten, nicht für den Hater!
  • Verstöße melden!

ES GIBT VIELE GUTE BEISPIELE!

Bei Teachtoday und Scroller finden Kinder, Jugendliche und ihre erwachsenen Begleiter viel Material.

Die Gesellschaft Demokratische Kultur macht sich mit Aktionen wie #Hasshilft gegen Hass im Netz stark.

Gesicht Zeigen! ermutigt Menschen aktiv zu werden und mehr Wertschätzung in die Sprache zu bringen.

Das Bündnis gegen Cybermobbing bietet Beratung und leistet Präventionsarbeit.

JUUUPORT bietet schnelle Hilfe für Opfer.

#ichbinhier bringt Menschen zusammen, die sich aktiv im Netz einsetzen wollen.

Die Amadeu Antonio Stiftung führt Workshops zum Umgang mit Populismus und Hass durch.

Die Reporterfabrik fördert seriösen Journalismus und kämpft mit Faktenchecks gegen Fake und Hetze im Netz.

WAS MACHST DU AB MORGEN ANDERS?

Viele Initiativen bewirken mit kleinen Schritten Großes!
Jeder von uns kann einen Unterschied machen.

Mehr erfahren, was hilft und wie man aktiv wird:

Alles nur ein Traum oder Wirklichkeit?
Digitale Angebote, die Zivilcourage unterstützen.

Hier klicken

Wie auf Hass im Netz reagieren?
Video ansehen und selbst ausprobieren.

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DIGITALE ZIVILCOURAGE:
BIST DU DABEI?

Wir sind am Ende unseres Workshops!

Wir haben viel rund um Hass im Netz erfahren und wie jeder dagegen vorgehen kann.

Und warum es keine Zeit zu verlieren gibt: Hass zerstört viele Vorteile, die uns soziale Medien bieten.

Widerstand gegen Hass gibt uns die Möglichkeit, unsere Gesellschaft nach demokratischen Spielregeln mitzugestalten.

Trau Dich!