Die virtuelle Welt

Mit besonderen Brillen zeigen uns Computer eine andere Welt.
Diese andere Welt heißt: virtuelle Welt.
Virtuell bedeutet: Eine Welt, die ein Computer gemacht hat.
Aber es sieht so aus, als wenn wir darin leben würden.
Wir können mit der Brille in jede Richtung schauen.
Und uns auch bewegen.
Wir sehen dann immer noch die virtuelle Welt.
Anders als bei einem Film.
Der läuft nur im Fernseher.
Wenn wir den Kopf drehen, sehen wir den Rest vom Zimmer.
Gar nicht so einfach zu verstehen ohne diese Brille.

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Anderes Leben, Arbeiten, Lernen

Mit Computern bekommt unsere Welt neue Infos.
Das geht in der virtuellen Welt so:
Eine Kamera filmt die Welt um uns herum und zeigt sie uns.
Der Computer bringt neue Bilder dazu.
Als ob wir die Welt und noch einen Film gleichzeitig sehen.
Oder der Computer zeigt die Bilder direkt vor unserem Auge.
Dann sehen wir die Welt, wie sie ist, gar nicht mehr.
Diese Computer-Welt sieht für uns aber aus,
als ob sie echt wäre.
Wir können sie sogar anfassen und Dinge bewegen.

Alles nur im Spiel?

Viele kennen die virtuelle Welt aus Computer-Spielen.
In der virtuellen Welt sieht es für uns so aus,
als wenn wir im Spiel leben würden.
Das kann toll sein,
aber auch Angst machen.
Bei Spielen kann man sich das ganz gut vorstellen.
Aber wo gibt es die virtuelle Welt sonst noch?

Im Auto

Die Windschutz-Scheibe im Auto wird zum Bild-Schirm.
Drücken Sie unten links auf den Pfeil.
Bewegen Sie dann die Linie hin und her.
Entweder sehen Sie die Windschutz-Scheibe  ganz normal.
Oder Sie sehen die virtuelle Welt mit Infos auf der Scheibe.
Zum Beispiel, wo man abbiegen muss.

VorherNachher Effekt

Andere besser verstehen

Die virtuelle Welt kann etwas zeigen,
was wir sonst nicht sehen können.
Zum Beispiel, wie die Welt für fast blinde Menschen aussieht.
Oder wie es ist,
in einem Flüchtlings-Camp zu leben.
Für wen kann das interessant sein?

In der Schule

Ist die Schul-Stunde langweilig?
Mit der virtuellen Welt kann die Schul-Klasse zum Mars fliegen.
Oder im Geschichts-Unterricht in einer Stadt
vor 500 Jahren spazieren gehen.
Natürlich nur, solange alle die Brille aufhaben.

Beim Arbeiten

Hier sehen Sie ein Beispiel von einem Techniker
bei der Deutschen Telekom.
Die virtuelle Welt macht es ihm leichter,
das Telefon-Netz in Ordnung zu halten.
Er muss nicht mehr alles auswendig wissen.

Im Krankenhaus

Ärzte müssen sich gut auf OPs vorbereiten.
Und OPs müssen schnell gehen.
Mit der virtuellen Welt ist es einfacher,
den Körper zu verstehen.
Oder OPs auszuprobieren.
Ohne dass der kranke Mensch schon dabei ist.

Willkommen zurück

Hier ist die Reise durch die virtuelle Welt zu Ende.
Wir haben gelernt, wie die virtuelle Welt funktioniert.
Und dass sie nicht nur bei Spielen benutzt wird.
Möchten Sie es selbst ausprobieren?
Viel Erfolg!

Übersetzung und Prüfung:
Agentur für Leichte Sprache, Lebenshilfe Bonn GmbH
Kessenicher Straße 216, 53129 Bonn